Hallo ihr Lieben
Heute morgen haben wir Krakau schweren Herzens verlassen, da die Zeit dort zu knapp bemessen war. Aber eine andere Welt erwartete uns bereits in Kattowitz: die Arbeitersiedlung Nikiszowiec, die zwischen 1908 und 1912 für Bergleute erbaut wurde, die in der Grube Giesche die Kohle abgebaut hatten. Eine perfekte Infrastruktur inklusive Dienstleistungen sorgte dafür, dass die Bergleute die Siedlung quasi nie verlassen mussten. Heute war hier Markt und wir haben uns mit allerlei schlesischen Spezialitäten eingedeckt.
Nächster Halt war Gleiwitz mit einem herrlichen Marktplatz, umringt von prunkvollen Häusern. Hier herrschten sowohl Polen als auch Böhmen, Österreicher, Preußen und Deutsche. Diese Einflüsse sind noch bis heute in der Architektur und Raumgestaltung der Stadt zu erkennen. Dadurch hat sie ihren einzigartigen Charme und Charakter. Besonders hat mich bewegt, dass die Kirchen hier beim Sonntagsgottesdienst bis auf den letzten Platz besetzt waren. Charmant fand ich auch den Blumenautomat, in dem es rund um die Uhr frische Blumen gibt.
Dritter Stopp war Oppeln, wo wir nur kurz reinschnupperten, denn inzwischen hatte der Regen solche Ausmaße angenommen, dass wir die Flucht ergriffen. Am frühen Abend erreichten wir unserer Anfangshotel in Breslau, also in Niederschlesien. Die polnischen Nachrichten spielen heute die Unwetter entsprechend rauf und runter, teilweise werden sie nur unter Einsatz des Militärs beherrscht.
Vor zwei Tagen wurde übrigens die Souterrain-Wohnung von Biggis Son Tristan in Freiburg überflutet – diese Sturzregenfälle in Polen und Deutschland sowie die Brände in Portugal und Griechenland sind eindeutig eine Folge des Klimawandels. Wir können wirklich nicht länger die Augen davor verschließen!













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